Batterie

Es gibt ihn also doch den
"Virtuellen Stromspeicher"

Es gibt ihn aber nur in Oberösterreich. Man kann ihn nicht angreifen aber er existiert.
von DI Helmut Waltner am 12.03.2017

Virtuell ist der Speicher deshalb, weil keine individuelle Anlage (zB. ein Batteriespeicher) notwendig ist. Der Strom wird bei der Energie AG Oberösterreich "zwischengespeichert" und kann am Abend oder zu einem beliebigen Zeitpunkt, wenn die Photovoltaikanlage nichts mehr leistet, wieder abgerufen werden.

Dafür ist zwar ein geringes monatliches Geld zu bezahlen, der Strom aber bleibt immer im Eigentum und kann jederzeit verbraucht werden. Diese Lösung ist günstiger als der Ankauf eines eigenen Speichers.

Vom erzeugten Strom einer Photovoltaikanlage können meist nur 25% selbst verbraucht werden. 3/4 werden ins Netz gespeist und schlecht vergütet. Kann nun diese Menge zwischengelagert werden, so ist dies günstiger als eine eigene Batterie.
Die Menge Strom, die zwischengelagert werden soll hängt von der Größe der Photovoltaikanlage und den Verbrauchsgewohnheiten ab und ist sorgfältig zu berechnen.

Jetzt kann man nur abwarten ob die anderen Stromversorger dem Beispiel der Energie AG in Oberösterreich folgen werden.
Aber wahrscheinlich sind die anderen beim "roll out" der Smart Meter noch nicht soweit.

Aber auch noch etwas anderes rollt aus Oberösterreich auf uns zu

Der neue Generaldirektor der Energie AG, Werner Steinecker hat kürzlich bekanntgegeben, dass auch für die Elektroautos etwas getan werden soll.
Man muss den von der Photovoltaikanlage erzeugten Strom messen und er wird auf einem Art Sparbuch verbucht.
Der Kunde loggt sich mit einer ID-Karte zB. in Vorarlberg ein und bucht den Strom ab. Wenn man am Sparbuch nichts mehr hat, kauft man zu den angebotenen Tarifen ein.
Damit könnte man von überall her auf sein Konto zugreifen und überall sein Auto mit eigenem Strom aufladen.

Zum vollständigen Zeitungsartikel im Kurier, der den Titel "Wasserstoff drängt E-Autos in den Hintergrund" trägt: weiterlesen - - - - "

Die Frage ist jetzt aus der Sicht eines Niederösterreichers:

Wie weit wollen wir die Oberösterreicher davonfahren lassen?

Warum macht die Energie AG das ?

Der Vorwurf, der den Photovoltaik-Betreibern immer gemacht wird lautet: „Der Strom wird dann erzeugt, wenn er vielleicht gar nicht gebraucht wird“.
Das stimmt an sich. Aber, da Strom ja nicht verloren gehen kann, verbraucht ihn eben der Nachbar.
Wenn jetzt jedem Photovoltaikbetreiber ermöglicht wird, zu jedem Zeitpunkt auf seinen Strom zu günstigen Konditionen - jedoch gegen Zahlung einer Art Speicher-Grundgebühr - zurückgreifen zu können, so wird es auch zu Zeiten sein, an denen Strommangel herrscht.

Das stimmt auch wiederum.
Die Aufgabe eines Stromerzeugers zu jedem Zeitpunkt gerade soviel Strom zu erzeugen als verbraucht wird, wird durch die virtuelle Stromspeicherung nicht erleichtert aber auch nicht verschlechtert.
Elektrizitätswirtschaftlich positiv wird es erst, wenn von der Energie AG aktiv in Stromspeicher investiert und der Strom tatsächlich gespeichert wird, oder:
Die Energie AG macht auch ihren anderen Kunden ein attraktives Angebot, dass sie Strom dann verbrauchen, wenn er besonders billig zur Verfügung steht.
Dazu braucht es dann wieder die smart meter.
Auf alle Fälle ist es eine Methode Kunden an das Unternehmen zu binden, wenn man attraktive Angebote macht.